Systeme: VACUMED® | VACUSTYLER AVANTGARDE®
Die Menopause ist eine komplexe Übergangsphase im Leben der Frau. In dieser Zeit verändern sich Hormonspiegel, Gefäßfunktionen und die Regulation des vegetativen Nervensystems. Durch den Rückgang des Östrogens nimmt die Aktivität des Gefäßendothels ab – die innere Gefäßschicht produziert weniger Stickstoffmonoxid (NO), einen wichtigen gefäßerweiternden Botenstoff [3–4, 6–7]. Das führt zu einer verminderten Durchblutung, erhöhter Gefäßspannung, oxidativem Stress und weniger Sauerstoff im Gewebe. Klinisch äußert sich dies in Hitzewallungen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Beckenbodenschwäche, Hautveränderungen und Konzentrationsproblemen.
Bei der IVT wird an der unteren Körperhälfte abwechselnd Unter- und Normaldruck angewendet (typisch zwischen −20 und −70 mbar). Diese rhythmischen Druckwechsel führen zu einer wechselnden Dehnung und Entlastung der Gefäße. Dadurch entsteht sogenannter „Scherstress“ auf die Gefäßwände, der die Freisetzung von NO auslöst. Dieses NO bewirkt eine Gefäßerweiterung (Vasodilatation) und verbessert die Durchblutung in Arterien, Venen und Lymphgefäßen [1–4, 7]. Gleichzeitig werden Rezeptoren angeregt, die das vegetative Nervensystem beeinflussen. Das Ergebnis ist eine Aktivierung des Parasympathikus, also des Ruhenervs, der für Entspannung, Regeneration und Ausgleich sorgt [6, 14]. Die IVT wirkt damit wie ein „externes zweites Herz“ – sie fördert den Rückfluss von Blut und Lymphe, verbessert die Sauerstoffversorgung und entlastet das Gewebe [1–2, 8–10].
Durch die rhythmischen Druckwechsel werden die Gefäße im Beckenbereich aktiviert. Dies verbessert die Durchblutung, fördert den venösen und lymphatischen Rückfluss und regt die Reflexe zwischen Blase und Beckenboden an [1–4, 6]. Die NO-Freisetzung sorgt zudem für eine natürliche Gefäßerweiterung und bessere Elastizität der Muskulatur. Dadurch wird der Beckenboden empfindsamer und kräftiger. Die IVT ist daher eine ideale Ergänzung zur aktiven Beckenbodengymnastik – nach dem Prinzip: „Zürst Durchblutung, dann Kontrolle“ [3–4, 6, 10].
Viele Frauen in der Menopause leiden unter chronischer Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder innerer Unruhe. Hintergrund ist oft eine Überaktivität des Sympathikus, also des Stressnervensystems. Die IVT hilft, das vegetative Gleichgewicht wiederherzustellen: Sie stimuliert den Parasympathikus, stabilisiert die Herzfrequenzvariabilität und verbessert die Durchblutung von Gehirn und Muskeln [3–4, 6, 11–12, 14]. Erfahrungen aus Sport- und Rehabilitationszentren zeigen eine schnellere Erholung und spürbare Zunahme von Energie und Vitalität [11–12].
| Ziel | Druck (mbar) | Intervalle (s) | Dauer | Frequenz / Serie |
|---|---|---|---|---|
| Gefäßtraining | −25 → −50 | 10 / 10 | 25–30 Min. | 2–3× pro Woche, 6–8 Wochen [1–2, 16] |
| Beckenboden / Inkontinenz | −25 → −45 | 8–12 / 8–10 | 25–30 Min. | 2–3× pro Woche, 6 Wochen [1–4, 16–18] |
| Fatigue / Stress | −25 → −45 | 10 / 10 | 25–30 Min. | 2–3× pro Woche, 6 Wochen; Erhaltung 1× pro Woche [6, 11–12] |
| Haut / Ödeme | −20 → −40 | 7–12 / 7–10 | 25–30 Min. | 8–16 Sitzungen in 3–6 Wochen [10, 16–18] |
Die durch IVT ausgelöste NO-Freisetzung verbessert die Elastizität der Gefäße, senkt oxidativen Stress und unterstützt den Energiestoffwechsel der Zellen. Im Gehirn wird die Durchblutung verbessert, was Konzentration und geistige Klarheit fördern kann [3–4, 6]. Untersuchungen aus Sport- und Rehabilitationsmedizin zeigen zudem eine schnellere Erholung und Laktat-Clearance [11–12].
Durch die Verbesserung der Mikrozirkulation und den Abtransport von Lymphflüssigkeit wird die Haut besser mit Sauerstoff versorgt. Das kann die Hautelastizität steigern und Cellulite oder Schwellungen sichtbar reduzieren [16–18].
Die IVT ist nicht-invasiv, schmerzfrei und in der Regel sehr gut verträglich. Sie sollte nicht angewendet werden bei akuten Thrombosen, instabiler Angina pectoris, Leisten- oder Bauchwandbrüchen sowie während der Schwangerschaft [16–18]. Bei starkem Bluthochdruck oder direkt nach Operationen ist Vorsicht geboten. Patientinnen mit Risikofaktoren wie Diabetes, Rauchen oder Fettstoffwechselstörungen profitieren häufig besonders stark [1–2, 10].
Mehrere Studien zeigen, dass die IVT die Durchblutung, Regeneration und Sauerstoffversorgung deutlich verbessert [1–2, 8–12]. Physiologische Messwerte und klinische Beobachtungen zeigen eine konsistente Verbesserung der Gefäßreaktivität und der vegetativen Regulation. Scherstress, NO und Baroreflex sprechen klar für den Nutzen der IVT [3–4, 6, 14].
Die Intermittierende Vakuumtherapie (IVT) ist eine sanfte, aber wirkungsvolle Methode zur Förderung der Durchblutung und Regeneration. Sie wurde ursprünglich in der Raumfahrtmedizin entwickelt und aktiviert heute Kreislauf, Stoffwechsel und Lymphsystem. Viele Frauen berichten über mehr Energie, besseren Schlaf, stärkeren Beckenboden und ein strafferes Hautbild [1–4, 10, 16–18].